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Verbraucher-Interview zum Thema „Holz- und Pelletheizung“
Ein Gespräch mit Dr. Lothar Breidenbach, Geschäftsführer Technik des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH)

Frage 1:
Moderne Holzheizsysteme gelten nicht nur als klimaschonend und umweltfreundlich, sondern bieten dem Verbraucher auch einen klaren Preisvorteil gegenüber fossilen Brennstoffen. Mit welchem Aufwand ist beim Umstieg auf eine Holz- oder Pelletzentralheizung zu rechnen?

Antwort 1:
Die Umrüstung auf eine Holz- oder Pelletheizung ist im Normalfall völlig unproblematisch. Der Holz- oder Pelletkessel für ein Einfamilienhaus passt gewöhnlich durch eine 80-cm-Normtür, wird aufgestellt und an einen Feuchte unempfindlichen Schornstein z.B. aus Edelstahl angeschlossen. Beim Pelletkessel errichtet man zusätzlich noch ein Silo für die Pelletlagerung. Dieses hat durchschnittlich eine Grundfläche von vier bis fünf Quadratmetern und ist somit von der Größe vergleichbar mit einem konventionellen Öltank. Bei einer Umrüstung entsteht daher zumeist kein zusätzlicher Raumbedarf, durch den verlässlich niedrigen Brennstoffpreis lassen sich jedoch bis zu 50 Prozent Heizkosten einsparen.

Frage 2:
Mit welchen Investitionskosten muss ein Heizungssanierer systemabhängig rechnen, wenn er sich für eine Pelletzentralheizung, einen Pelletzimmerofen oder eine Scheitholzvergaseranlage entscheidet?

Antwort 2:
Die Investition für eine Pelletheizung inklusive Lagerbehälter und Montage beträgt rd. 15.000 Euro. Allerdings wird der Einbau eines Pelletkessels derzeit in der Sanierung mit mindestens 2.400 Euro unterstützt, bei der Kombination mit einem Pufferspeicher sogar mit mindestens 2.900 Euro. Durch die erheblich niedrigeren Brennstoffkosten ergibt sich für ein durchschnittliches Einfamilienhaus eine Amortisationsdauer von nur circa sieben Jahren. Die Preise für qualitativ hochwertige wasserführende Zimmeröfen auf Pelletbasis beginnen bei ca. 3.000 Euro, dabei wird diese Anschaffung pauschal mit einem Zuschuss von 1.400 Euro unterstützt. Den selben Förderbetrag gibt es auch für hocheffiziente Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher, die ab etwa 10.000 Euro erhältlich sind. Zudem erhalten Heizungsmodernisierer mit Holz- oder Pelletanlagen zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de).

Frage 3:
Wenn man sich nun für ein modernes Holzheizungsystem entscheidet, was gilt es in Sachen Brennstofflagerung zu beachten?

Antwort 3:
Bei der Pelletlagerung ist die einfachste Lösung ein vorgefertigtes Silo oder ein Gewebetank. Beide können bequem über einen Schlauch durch einen Tanklaster befüllt werden und bieten somit den gleichen Komfort wie man ihn von der Ölheizung gewohnt ist. Es kann im Keller oder auch, gegen Regenwasser geschützt, außerhalb des Hauses aufgestellt werden. Bei der Lagerung von Scheitholz gibt es ein paar simple Grundregeln: Frisch geschlagenes Brennholz sollte keinesfalls komplett in Plastikplanen verpackt oder in geschlossenen Räumen gelagert werden, um Verstockung zu vermeiden. Als Lagerstelle bieten sich sonnige und windige Orte mit trockenem Untergrund an, etwa vor Süd- und Westfassaden. Ein Durchlüftungsabstand zur Hauswand von mindestens 10 Zentimetern sollte eingehalten werden. Wird das gespaltene Holz in Kreuzstapeln oder Gitterboxen aufbewahrt, trocknet es schneller - bei korrekter Lagerung innerhalb von zwei Jahren auf einen Wassergehalt von unter 20 Prozent. Damit ist es zu Heizzwecken verwendbar. Nach der sommerlichen Trocknungsphase muss das Brennholz gegen Regen geschützt werden, beispielsweise mit einer Plastikplane.

Frage 4:
Es kursieren immer wieder Fragen zu Feinstaubemissionen und Klimaneutralität der Holzheizung. Können Sie diese Verunsicherung beim Verbraucher aufklären?

Antwort 4:
Bei den modernen, hocheffizienten Holzheizungssystemen sorgen Verbrennungsüberwachung, automatische Brennstoffzufuhr sowie eine intelligente Verbrennungsluftregelung für sehr niedrige Emissionswerte und generell geringen Brennstoffverbrauch. Für den Brennstoffjahresvorrat einer Familie, die mit Pellets heizt, reichen zum Beispiel durchschnittlich vier bis sechs Tonnen absolut aus. Moderne Scheitholz- und Pelletkessel entsprechen den strengen Emissionsvorgaben, welche durch die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) gefordert werden, ohne zusätzliche Filter-Nachrüstung. Darüber hinaus fällt bei der Holzheizung kein fossiles CO2 an - bei der Verbrennung wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum im Wachstum gebunden hat und auch bei der natürlichen Verrottung freigegeben würde. Durch die Installation einer Holz- oder Pelletheizung in einem typischen, bestehenden Einfamilienhaus mit nur geringer Wärmedämmung lassen sich im Vergleich zu fossilen Energien sogar bis zu 13 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Und da lange Lieferwege gewöhnlich entfallen, kann mit modernen Holzfeuerungen bis zu 80 Prozent an Primärenergie beim Heizen eingespart werden.

Frage 5:
Wie steht es um die Versorgungssicherheit bzw. die Verfügbarkeit von Holz und Pellets? Manche Verbraucher fragen sich, ob nicht der deutsche Wald die Rechnung für die Versorgungssicherheit mit Pellets zahlen muss?

Antwort 5:
Sicher nicht. Der deutsche Wald ist nicht nur der schnellst wachsende in Mitteleuropa und verfügt mit über 3,4 Milliarden Kubikmetern über die größten Holzreserven, auch eine nachhaltige Nutzung der deutschen Wälder ist bei uns zum Schutz vor einer Übernutzung vorgeschrieben. Im Augenblick wird noch nicht einmal der jährliche Zuwachs der Wälder geerntet, sodass es auch bei einem harten Winter und steigender Nachfrage keine Versorgungsengpässe geben wird. Überdies werden ja speziell für die Pelletproduktion Restholz und Späne verwendet. Da ist es von Vorteil, dass in Deutschland traditionell auch die Sägeindustrie und holzverarbeitende Unternehmen stark vertreten sind, in denen der Grundstoff für Pellets anfällt. Weiterhin gewährleistet die Anlage von Energiewäldern auch für die Zukunft Versorgungssicherung und Preisstabilität, auch bei deutlicher Erhöhung der Nachfrage.

Weitere Informationen rund ums Thema Heizen mit Holz - auch zu den weiteren Heizvarianten mit Scheitholz und Hackschnitzel - erhalten Sie unter www.holzundpellets.de.

ENDE

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Pressetext:

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   Bildquelle:
Initative Holz und Pellets
Köln
Abdruck honorarfrei
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